CME-Fortbildung

Floater verstehen und behandeln

Von Diagnostik zu modernen Therapieoptionen für Glaskörpertrübungen

Prof. Dr. med. Hakan Kaymak

Chefarzt und Augenchirurg mit Schwerpunkt auf Netzhaut-, Makula- und Glaskörperchirurgie. Prof. Kaymak ist leitender Operateur bei Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie in Düsseldorf und leitet das Makula-Netzhaut-Myopie-Zentrum. Seine Pionierarbeit umfasst die Entwicklung stadiengerechter Therapiekonzepte für Glaskörpertrübungen, wobei er neben der Laser-Vitreolyse und der Vitrektomie auch innovative konservative Ansätze etablierte. Besonders hervorzuheben ist die Einführung niedrigdosierter Atropin-Augentropfen (0,01–0,05 %) zur symptomatischen Behandlung störender Floater.

Dr. med. Thomas Kaercher

Facharzt für Augenheilkunde mit eigener Praxis in Heidelberg. Im Bereich der klinischen Forschung hat Dr. med. Thomas Kaercher maßgeblich an Studien zur Behandlung von Glaskörpertrübungen mitgewirkt. Besonders hervorzuheben ist seine Beteiligung an der doppelblinden, placebokontrollierten FLIES-Studie (Floater Intervention Study).

 

Nicht einmal ein Jahr ist seit unserem AAD-Symposium „Praxisleitfaden Glaskörpertrübungen“ vergangen – und im Grunde war schon damals klar: Das Interesse an diesem Thema ist groß und diese Inhalte dürfen nicht auf einen Hörsaal und das dortige Fachpublikum begrenzt bleiben. Das Wissen rund um Glaskörpertrübungen muss verbreitet werden. Denn in puncto Patientenkommunikation, Diagnostik und Therapieoptionen hat sich enorm viel getan.

Prof. Dr. Hakan Kaymak und Dr. Thomas Kaercher nahmen sich daher die Zeit, ihre Beiträge aus dem Symposium gemeinsam mit dem professionellen Team von Doctorflix zu einer hochwertigen, aber kostenlosen Fortbildung aufzubereiten, für deren Teilnahme Sie nun auch CME-Punkte erhalten.

*So funktioniert’s bei Doctorflix:

Registrieren Sie sich mit Ihrer Fortbildungsnummer (EFN/ÖAK), schauen Sie die kostenlose 45-minütige Videofortbildung an, beantworten Sie danach 10 Fragen, die CME-Punkte werden automatisch an die Bundesärztekammer übermittelt und gutgeschrieben.

Inhalt des CME-Kurses

Mit diagnostischem und psychologischem Verständnis zur gezielten Patientenkommunikation

In diesem Kurs lernen Sie, wie Glaskörpertrübungen entstehen und warum selbst kleine Veränderungen eine starke visuelle Störung auslösen können. Sie erfahren, welche strukturellen Umbauprozesse im Glaskörper auftreten und welche Faktoren Entstehung und Wahrnehmung verstärken.

  • Die Nähe zur Netzhaut erhöht die Schattenintensität.

  • Myopie begünstigt frühere und ausgeprägtere Veränderungen.

  • Kompakte, filamentöse oder diffuse Trübungen erzeugen unterschiedliche Schattenmuster.

  • Strukturveränderungen bestimmen das Störpotenzial.

Besonders irreguläre Formen erzeugen größere Halos und stärkere Beschwerden.

Nutzen Sie moderne Diagnostik, um Beschwerden gezielt einzuordnen

Durch Spaltlampenbefund, Weitwinkelaufnahmen, Ultraschall und OCT können Sie die Lage, Dichte und Art einer Trübung präzise erfassen. Besonders kleine Strukturen nahe der Makula lassen sich erst mit hochauflösender Bildgebung sichtbar machen – oft genau jene, die Betroffene als „bewegte Schatten“ beschreiben.

  • Das OCT zeigt selbst kleine Trübungen dicht über der Fovea.

  • Der Ultraschall macht dichte und stark bewegliche Strukturen sichtbar.

Beurteilen Sie Therapieoptionen differenziert und anhand der Trübungscharakteristik

Der Kurs zeigt Ihnen, wie Sie konservative Ansätze, lasergestützte Methoden oder operative Verfahren sinnvoll voneinander abgrenzen. Entscheidend ist die Kombination aus Morphologie, Abstand zur Netzhaut und subjektivem Leidensdruck.

Erhalten Sie tiefere Einblicke in den Glaskörpermetabolismus als neue Betrachtungsebene

Der zweite Vortragsteil macht deutlich, dass der Glaskörper ein aktives biologisches System ist. Stoffwechselmechanismen stabilisieren Strukturen, beeinflussen die Kollagenarchitektur und wirken auf Prozesse ein, die zur Entstehung oder Persistenz von Trübungen beitragen können. Dieses Verständnis erweitert Ihre klinische Einschätzungsfähigkeit erheblich.

  • Metabolische Prozesse beeinflussen die Strukturordnung.

  • Eine Mikronährstofftherapie kann den Metabolismus positiv beeinflussen und stellt eine sichere und bewährte Therapieoption dar.

Beziehen Sie das subjektive Patientenerleben systematisch in Ihre Entscheidung ein

Viele Betroffene empfinden bereits geringe Trübungen als starke Belastung im Alltag. Einschränkungen treten vor allem beim Lesen, Autofahren oder bei Bildschirmarbeit auf. Sie lernen, wie wichtig es ist, diese subjektiven Angaben ernst zu nehmen und sie mit objektiven Befunden abzugleichen, um realistische Entscheidungshilfen zu bieten.

  • Die Kontrastsensitivität sinkt bei strukturellen Veränderungen.

  • Alltagsbeschwerden variieren stark trotz ähnlicher Befunde.

Fazit & Call-to-Action: Strukturiert bewerten, sicher begleiten

Dieser Kurs vermittelt Ihnen ein umfassendes Verständnis der Entstehung, Diagnostik und Einordnung von Glaskörpertrübungen. Sie lernen, Symptome verständlich zu erklären, Befunde gezielt einzuordnen und die passende Strategie zu wählen – von Beobachtung bis zur Intervention.

  • Die Kombination aus Befund, Morphologie und Belastung führt zur Entscheidung.

  • Moderne Erkenntnisse unterstützen eine präzise und patientennahe Beratung.